Was versteht man unter Neuraltherapie und wie wirkt sie?

Die Neuraltherapie nach Huneke ist ein Therapie- und Diagnoseverfahren, dessen Ziel es ist, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Durch die Injektion eines kurz wirksamen Lokalanästhetikums werden gezielte Reize gesetzt, die über das vegetative Nervensystem verarbeitet werden. Hierdurch kommt es zu einer Unterdrückung bzw. Unterbrechung der peripheren Reize (z.B. Schmerz). Dies wiederum gibt dem Körper die Chance, sich selbst wieder in den Normalzustand zu bringen – vergleichbar mit dem Drücken der Reset-Taste am Computer.

Gibt es unterschiedliche Therapieformen?

In der Neuraltherapie werden insgesamt drei verschiedene Therapieansätze unterschieden. Die häufigste Anwendung liegt in der lokalen Behandlung. Das Lokalanästhetikum wird in die Haut, in die Muskulatur oder an Nerven injiziert, um chronische Reizprozesse kurzfristig zu durchbrechen. Hierdurch kommt es zu einer Ausschüttung von hemmenden Substanzen, die die Schmerzen dämpfen oder optimalerweise ausschalten. Als weitere Formen der Neuraltherapie gibt es die Behandlung von Störfeldern sowie die Infusionstherapie. Beide Therapieformen werden aktuell nicht angeboten.

Die neuraltherapeutischen Behandlungen werden schmerzarm in der Ordination durchgeführt. Im Anschluss kann es gelegentlich zu vegetativen Begleitsymptomen kommen, so dass ein Nachruhen in unseren Räumlichkeiten empfohlen wird.

Indikationen:

  • Rückenschmerzen
  • Erkrankungen an Gelenken
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Chronische Entzündungen
  • Postoperative Schmerzen