Warum Manualmedizin für Kinder?

Ich biete eine eigene Sprechstunde für manualmedizinische Behandlungen bei Kindern und Jugendlichen an, da dieser Bereich in vielen Fällen zu kurz kommt. Da ich selber Mutter von zwei Kindern bin liegen mir diese Patienten besonders am Herzen.

Die manualmedizinische Diagnostik und Therapie befasst sich mit den Ursachen und der Prävention von reversiblen Funktionsstörungen an der Wirbelsäule sowie an den Gelenken. Bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern kommen insbesondere sensomotorische Bewegungsauffälligkeiten, Fehlfunktionen und Bewegungseinschränkungen von Gelenken für manualmedizinische Behandlungen in Frage. Ziel ist eine Wiederherstellung oder Verbesserung der gestörten Gelenkfunktion.

Vor allem die ärztliche manuelle Medizin versteht sich in erster Linie als Diagnostikum und erweitert die diagnostischen Möglichkeiten bedeutend.

Wer wird behandelt und was sind die Ziele der Therapie?

Eine manualmedizinische Behandlung kann bei Patienten jeden Alters durchgeführt werden. Es ist weniger bedeutsam, wie alt das Kind ist, sondern viel mehr die Frage, wie lange die Störung bereits besteht. Je früher behandelt wird umso schneller wird sich eine Veränderung einstellen.

Bei Kindern steht, im Gegensatz zur Behandlung Erwachsener, nicht die schmerztherapeutische Anwendung im Vordergrund sondern die entwicklungsneurologische Indikation.

Bei der Behandlung werden bewegungseinschränkende Muster aufgespürt und durch sanfte Impulse die Selbstheilungskräfte des Kindes aktiviert. Da Babys und Kinder in der Regel eine gute Regulationsfähigkeit haben können therapeutische Reize schnell und umfassend verarbeitet werden.

Welche Kinder können von einer manualmedizinischen Behandlung profitieren?

Bei Kindern können kurz nach der Geburt oder in der weiteren Entwicklung körperlich sichtbare Symptome, beispielsweise ein Schiefhals, auftreten oder man merkt, dass sich das Kind unwohl fühlt (Beispiel hohe Streckspannung oder vermehrte Bauchschmerzen). Wenn die Kinder etwas größer werden äußert sich eine körperliche Spannung zum Beispiel durch die Entwicklung einer Skoliose oder nächtliches Zähneknirschen. Im Anschluss finden Sie mögliche Indikationen für eine Behandlung. Seien Sie sich bitte bewusst, dass sich eine Behandlung nicht an der Beeinträchtigung orientiert, sondern vielmehr an dem Potential, das jedes Kind individuell mitbringt. Durch eine Behandlung wird das bereits vorhandene Potential gestärkt und die Gesundheit des Kindes aktiv unterstützt. Eine manualmedizinische Behandlung ergänzt schulmedizinische Therapien.

Indikationen:

  • Konzentrationsstörungen
  • Lese-Rechtschreib-Schwäche
  • ADHS
  • Asymmetrische Muster im Säuglingsalter
  • Geburtstrauma
  • Vegetative Begleitsymptome bei Säuglingen und Kleinkindern
  • Grob- und feinmotorische Schwäche
  • Sprachliche Defizite
  • Geburtsprobleme wie Notkaiserschnitt oder Fehllage der Plazent
  • Koliken
  • Schlafstörungen
  • Stillprobleme
  • Hüftdysplasie
  • Kopfassymetrie
  • Motorische Unruhe
  • Angststörungen
  • Fehlstellungen des Achsenskeletts
  • Bettnässen
  • Fehlbiss des Kiefers
  • Kopfschmerzen und Migräne